Rostock, 2025
Foto © Hans Jürgen Landes

Anfang 2018 hat die Hanse- und Universitätsstadt Rostock das Areal auf der Silohalbinsel mit einer Fläche von rund 8.000 m² mittels einer Konzeptausschreibung öffentlich zur Vergabe ausgelobt. Die Zielvorgaben für das neue städtebauliche und architektonische Konzept sahen eine gemischt genutzte Bebauung mit touristischem Bezug, die Schaffung einer städtebaulichen Freiraumgestaltung als Bindeglied zwischen dem neuen Gebäudekomplex und der vorhanden Bebauung sowie eine Anbindung an die öffentlichen Freiräume auf der Silohalbinsel und am Warnowufer vor.

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Das Grundstück Am Strande 6+6a befindet sich in zentraler Rostocker Stadtlage in unmittelbarer Nähe zur Warnow und dem Ludewigbecken. Mit dem 4 Sterne-Radisson-Hotel, einer Brauhaus-Gastronomie und den Bürogeschossen im Ostflügel entstand hier ein gemischt genutztes Gebäude, das die in der Ausschreibung gewünschte maritim-touristische Nutzung, die Erlebnisvielfalt, hochwertige moderne Arbeitsplätze und einen großen stadträumlich optimal nutzbaren Freiraum vereint.

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Die vier- bis fünfgeschossige neue Bebauung entstand in Hochwasser geschützter Lage (3,10 m über Höhennull) über einem mit Bäumen und Pflanzinseln gestalteten Hofplateau, frei von motorisiertem Verkehr. Darunter befindet sich eine von Osten her erschlossene Tiefgarage mit 103 Stellplätzen.

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Material- und Farbwahl nehmen direkten Bezug auf das bebaute Umfeld. Als markantes, rot-braun verklinkertes Gebäudevolumen besetzt der U-förmige Neubau den gebogenen Verlauf der städtebaulichen Raumkante der Straße Am Strande. Die Sichtachsen in die bauliche Umgebung diesseits wie jenseits der Hauptstraße wurden stringent freigehalten.

Foto © Hans Jürgen Landes
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Der gegliederte Baukörper wird teilweise skulptural ausgeschnitten, schafft Blickbeziehungen über die Ecken und lässt eine halböffentliche, leicht erhöhte Innenhoffläche gegenüber den AIDA-Cruises und zur Warnow hin entstehen.

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Die Fenster, die mit einem hellen Metallblech gerahmt wurden, schaffen eine ablesbare Geschossigkeit. Der Rahmen wurde aus der Leibung plastisch entwickelt und betont damit das skulpturale Erscheinungsbild des Baukörpers.

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Im Erdgeschoss entstand durch großflächige Verglasungen ein Dialog mit der Stadt. Die amorphe Fassadenschwingung verleiht dem öffentlichen Bereich des Innenhofs eine fließende Großzügigkeit und schafft eine Übergangszone zwischen Innenraum und Außenbereich.

Interiordesign OCEAN ARCHITECTS GmbH, Waren / Foto © Hans Jürgen Landes
Interiordesign OCEAN ARCHITECTS GmbH, Waren / Foto © Hans Jürgen Landes
Interiordesign OCEAN ARCHITECTS GmbH, Waren / Foto © Hans Jürgen Landes
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