Die Mafabane Village School ist sowohl als Ausbildungsstätte für Kinder aus der Umgebung als auch als Bildungszentrum für die umliegenden Dörfer konzipiert und fördert so die langfristige soziale Entwicklung in der Region. Das architektonische Konzept basiert auf einem kreisförmigen Grundriss, der aus sieben Unterrichtsräumen besteht, die durch eine offene Galerie miteinander verbunden sind. Dieser Grundriss spiegelt die Struktur der lokalen Gemeinschaft wider und symbolisiert zugleich den weltweiten Kreis der Unterstützerinnen und Unterstützer. Dank ihres modularen Aufbaus kann die Schule in Phasen errichtet und frühzeitig in Betrieb genommen werden. Die ersten fertiggestellten Blöcke ermöglichen den Schulbetrieb. Jedes 60 m² große Klassenzimmer ist für etwa 40 Kinder ausgelegt. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten wird die Schule Raum für 266 Schülerinnen und Schüler bieten.
Jedes Gebäude basiert auf einem Stahlbetonskelett (8 × 8 m) mit Wänden aus lokal hergestellten Lehmziegeln, für die Lehm vom Baugelände mit Zement und Sand gemischt wurde. Dieser Ansatz verringert die Umweltbelastung und bindet die Gemeinde aktiv in den Bau ein. Das leichte Metalldach, das mit Blech verkleidet ist, besteht aus Materialien, die auf lokalen Märkten bezogen wurden. Passive Klimastrategien stehen im Mittelpunkt des Entwurfs: Versetztes Mauerwerk sorgt für natürliche Belüftung, während das erhöhte Dach die Luftzirkulation verbessert und so thermischen Komfort im heißen westafrikanischen Klima gewährleistet. In Anlehnung an lokale Traditionen kreisförmiger Behausungen ist ein Klassenzimmer als Achteck gestaltet, wodurch zeitgenössische Architektur mit traditionellen Formen verbunden und die kulturelle Kontinuität gestärkt wird.
Durch die enge Zusammenarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern von Mafabane konnte das Design auf den Alltagsbedarf abgestimmt und die Gemeinde aktiv in den Prozess mit einbezogen werden.
Die Initiative wird von einer Gruppe von Privatpersonen vorangetrieben, darunter ein lokaler Initiator, Pädagogen, Architekten und Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner, und wird in Zusammenarbeit mit lokalen Bauspezialisten umgesetzt, wodurch die lokale Wirtschaft unterstützt wird. Die erste Bauphase wird derzeit durch eine Crowdfunding-Kampagne finanziert, deren Schwerpunkt auf den Fundamenten und dem ersten Klassenzimmerblock liegt.