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Kurfürstendamm 68
Berlin | 2019
Der Alhambra-Kinopalast in Berlin-Charlottenburg wurde 1921 nach Plänen des Architekten Max Bischoff erbaut und 1922 als Uraufführungsstätte des Tonfilms bekannt. Zentral auf dem Kurfürstendamm gelegen wurde das Gebäude bereits Ende der 1920er Jahre als Hotel genutzt. Jetzt ist das ehemalige „Hotel am Kurfürstendamm“ zu einem modernen Büro- und -Geschäftshaus mit Wohnnutzung im Dachgeschoss umgebaut und erweitert worden.

Das Gebäude ist nicht wie die beiden Nachbargebäude denkmalgeschützt. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde zur Straßenseite bis zum dritten Obergeschoss hin die historische Stuckfassade als Pilaster/Halbsäulen-Fassade in der Gestaltung des früheren Alhambra-Kinos wiederhergestellt. Die fein profilierten Holz-Sprossenfenster setzen das historische Erscheinungsbild bruchlos fort. Somit fügt sich das Gebäude in die prächtige gründerzeitliche und Jugendstil-Umgebungsarchitektur der Berliner Einkaufs- und Flaniermeile lückenlos ein. Im vierten bis sechsten Obergeschoss entstand im Kontrast dazu eine moderne zweischalige Fassade in Pfosten-Riegelkonstruktion als äußerer und einer großzügigen Lochfassade als innerer Fassadenebene. Auch die Hoffassade wurde neugestaltet, die Baukörpergliederung mit viergeschossigem Sockel und dagegen abgesetzten aufgehenden Geschossen dabei aufgegriffen. Balkone mit horizontalen Brüstungsgeländern stehen den Mietern zur Nutzung zur Verfügung.

Zu den weiteren Vorhaben gehörte der Abbruch des bestehenden Küchentrakts inklusive Untergeschoss, der Trafostation im Hof, des Bestandsdaches, des östlichen Treppenhauses sowie der bestehenden nicht tragenden Wände der Inneneinrichtung. Neu definiert wurden dabei das westliche Treppenhaus, das Erdgeschoss sowie die bestehenden Obergeschosse. Zu den neu entstandenen Abschnitten zählen ein neues Quergebäude im Hof mit vier Vollgeschossen und zwei Staffelgeschossen sowie eine Grenzbebauung im Erdgeschoss.

Bauherr: GruW Grundwert Gewerbe Berlin GmbH & Co. KG, Schönefeld
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